Hufrehe

20.09.2015

Viele Pferdebesitzer kennen die typischen Symptome einer Hufrehe: Das Pferd entlastet die Vorderbeine, liegt, läuft steif, lahmt, die Hufe sind heiß, der Kronsaum ist evtl. geschwollen und die Arterien auf Höhe des Fesselgelenks pulsieren.

Wenn Sie diese Auffälligkeiten bei Ihrem Pferd entdecken, kontaktieren Sie bitte schnellst möglich einen Tierarzt. Denn es handelt sich um einen Notfall!

 

Wie wird die Hufrehe behandelt?

Es müssen mehrere Therapien kombiniert werden, damit ein Erfolg erzielt werden kann:

Es sollte eine Entlastung und Ruhigstellung des Hufes erfolgen:

Am besten wäre wenn das Pferd sich hinlegt, was jedoch die meisten Pferde ungern tun. Deshalb empfiehlt sich die Bearbeitung des Hufes mit dem Anlegen eines Rehegipses, sogenannte Casts inkl. Hufpolster oder spezieller Hufschuhe um den Rehehuf mechanisch zu entlasten und zu stützen. Diese Bearbeitung dient auch dazu, die Folgeeffekte der akuten Rehe möglichst zu minimieren. Hufeisen sollen abgenommen werden.

 

Schmerzbehandlung:

Die Hufrehe ist eine sehr schmerzhafte Erkrankung. Deshalb ist eine Behandlung des Akutschmerzes enorm wichtig. Dafür stehen einige verschiedene Medikamente zur Verfügung, die gleichzeitig auch die Entzündungsreaktionen hemmen.

 

Kühlung:

Beim Kühlen sollte immer das komplette Bein gekühlt werden, damit ein maximaler Effekt erzielt werden kann. Durch die Kühlung wird nicht nur der Schmerz bekämpft, sondern auch die Temperatur im Huf soweit gesenkt, dass die Enzyme, die an der Zerstörung der Huflederhaut beteiligt sind, nicht mehr arbeiten können.

 

Bekämpfung der Ursachen:

Eines der wichtigsten Punkte ist es die Ursache der Hufrehe zu identifizieren. Nur somit kann der Auslöser der Hufrehe dauerhaft bekämpft werden.

Heute sind mehr als 100 Ursachen für die Hufrehe bekannt. Deshalb gestaltet sich manchmal die Ursachenfindung als schwierig.

Die in der Praxis am häufigsten vorkommenden Ursachen sind u.a. Hufrehe durch zuviel Kraftfuttergabe oder fruktanreiches Gras, Überlastungsrehe, Hufrehe durch Endotoxine und vor allem Hufrehe durch das Equine Cushing Syndrom.

Im Rahmen der Therapie sollten Röntgenaufnahmen des Hufes gemacht werden um die Stellung des Hufbeines kontrollieren zu können. Diese Aufnahmen erleichtern auch dem Hufschmied den Huf richtig zu bearbeiten. Somit kann ein optimale Versorgung des Hufes erfolgen.

Neuzugang im Praxisteam!

30.11.2015

Sarkoid - Pferde in Bayern

25.09.2015

Equine Infektiöse Anämie

23.09.2015

Headshaking

20.09.2015