Innere Medizin

Kotuntersuchungen

Ob eine Wurmkur notwendig ist, zeigt der quantitative Nachweis von Wurmeiern pro Gramm Kot. Diesen Test nach der McMaster Methode führt das Institut für Parasitologie der Veterinärmedizinischen Fakultät der LMU München durch.
Ein zweites großes Feld der Kotuntersuchungen umfasst das Problem von chronischem Durchfall, rezidivierenden Koliken und Kotwasser. Häufiger Grund dafür ist eine Dysbakterie, eine falsche Zusammensetzung der Bakterienstämme im Dickdarm. Das darauf spezialisierte Labor Probios stellt für jeden Patienten individuell die fehlenden Bakterienstämme zusammen.

Exportuntersuchungen, Quarantäne

Für den Export in die EU-Länder und nach Übersee werden je nach Importland eine Vielzahl von serologischen Tests und Tupferproben gefordert. Das Labor Böse stellt einen individuellen Exportplan für jedes Pferd zusammen und wir entnehmen alle nötigen Proben. Auch eine Quarantänestation kann auf dem Praxisgelände in Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt Mühldorf eingerichtet werden.

Hauterkrankungen

Die Haut hat eine relativ begrenzte Möglichkeit auf Störungen wie Parasiten, Pilze, Bakterien und mechanische oder immunologische Reize zu reagieren. Neben typischen Bildern gibt es häufig undifferenzierte Hautveränderungen, die nur histologisch diagnostiziert werden können.

 

Endokrinologie

Bei einer Vielzahl von Erkrankungen spielen Hormonentgleisungen eine wichtige Rolle. Hormonproduzierende Tumore, ACTH-Überschuss bei Cushing, Insulinresistenz beim Metabolischen Syndrom (EMS): Eine Erkennung führt häufig zu einer effektiven Therapie der zugrundeliegenden Erkrankung.

Partnerlabore

Wir arbeiten je nach Fragestellung mit einer Vielzahl von spezialisierten Laboren zusammen. Nächtlicher Abholservice oder Express-Service garantieren eine schnelle Bearbeitung der jeweiligen Proben.
IDEXX Vet Med Laboratory, Zecklab, Labor Böse, Biocontrol, Probios, Institut für Parasitologie der LMU München, Synlab, Diamedis, Veterinärpathologie der Uni Leipzig, Institut für Hygiene und Infektionskrankheiten der Tiere der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Labordiagnostik/Hämatologie

Ob es sich um eine akute Erkrankung, ein chronisches Leiden oder eine allgemeine Leistungsschwäche handelt, häufig erfahren wir die Ursache des jeweiligen Problems aus Proben - Blut, Urin, Kot, Biopsien verschiedener Organe, Trachealsekret, Liquor oder Synovia.

Blutbild

Verschiebungen der weißen Blutkörperchen sind häufig erste Hinweise auf eine Entzündungsreaktion. Ob es sich bei dieser um eine virale oder bakterielle Infektion, um Endoparasiten oder eher eine Überfunktion des Immunsystems - eine Allergie - handelt, kann anhand weiterführender Untersuchungen und der klinischen Symptome diagnostiziert werden.

Blutparasiten

Während Borreliose und Leptospirose, durch Zecken bzw. Mäuse übertragen, schon lange in Deutschland bekannte Erkrankungen durch Protozoen (Einzeller) sind, werden zunehmend in der Pferdemedizin auch aus dem Mittelmeerraum eingeschleppte Erkrankungen aktuell: Babesiose und Anaplasmose. Mittels Direktnachweis, Serumpaaren oder PCR lassen sich diese Ursachen für schwere Anämien nachweisen.

Spurenelemente

Die Spurenelemente Selen, Kupfer, Eisen und Zink liegen im Blut in fest umgrenzten Referenzwerten vor. Eine Unterversorgung kann zu Leistungseinbrüchen und Hautproblemen führen. Bayern ist ein Selen- und Kupfermangelgebiet - ohne Mineralfutter liegen häufig Unterversorgungen vor. Pferde mit Sommerekzem haben eine hohe Reparaturrate der Haut und neigen damit zu Zink- und Biotinmangel.

Allergien

Es gibt vier Hauptgruppen von Allergieauslösern beim Pferd: Milben/Schimmelpilze, Bäume, Gräser/Kräuter und Insekten. Mithilfe eines Einzelallergennachweises können nicht nur die Antigene diagnostiziert, sondern auch eine spezifische Hyposensibilisierungs-Lösung hergestellt werden. Auch flankierende Maßnahmen wie Haltungs- und Futteranpassungen können gezielt ergriffen werden.