Manuelle Therapie / Akupunktur

Akupunktur

Dr. Baumann hat sich im Bereich alternativer Therapien, TCM und der dazugehörenden Akupunktur fortgebildet und nun schon über lange Jahre Erfahrung bei der Behandlung insbesondere von Sportpferden mit Akupunktur.
In der Sportpferdemedizin spielt die Prophylaxe eine große Rolle. Gerade hier kann die Akupunktur eingreifen, bevor es durch Überbelastungen zu körperlichen Schäden kommen kann. Nach einer Akupunktuerbehandlung kann das Lösen der muskulären Verspannungen bei den Patienten häufig durch kauen, schmatzen, gähnen und schütteln beobachtet werden. Die Besitzer können sich über eine geringe Verletzungshäufigkeit, lockereres, freudiges Mitarbeiten und kurze Erholungszeiten nach vermehrtem Training oder hoher Wettkampfbelastung freuen.

Sportpferdeakupunktur

Sportpferde haben häufig lokal sehr stark beanspruchte Muskeln. Die direkte Akupunktur dieser Muskelbezirke führt schnell zu einer deutlichen Relaxation, wodurch dann Blockierungen an der Wirbelsäule nachhaltiger gelöst werden können. Diese westliche Form der Akupunktur ist speziell auf hochbelastete Sportler zugeschnitten, da sie sich in erster Linie auf den oft stark beanspruchten Bewegungsapparat konzentriert.

Headshaker und chronische Schmerzen

Auch bei einigen sehr speziellen Problemen wie dem Headshaking kann die Akupunktur oft helfen, die Symptomatik zu lindern oder ganz abzustellen. Auch bei idiopathischen Schmerzen und degenerativen, nicht heilbaren Erkrankungen erhöht diese Therapie die Lebensqualität der Patienten.

Ganzheitliche Untersuchungen

Die gezielte Untersuchung der Meridiane auf Schmerzen gehört automatisch nicht nur zur Untersuchung des Rückens, sondern wird auch bei Lahmheiten, Fressproblemen, Leistungsschwäche, rezidivierenden Koliken und chronischen Schmerzäußerungen durchgeführt. Natürlich werden die Ergebnisse und Verdachtsmomente durch weitere Untersuchungen verifiziert.

Manuelle Lymphdrainage

Die Manuelle Lymphdrainage (MLD) ist eine in der Humanmedizin anerkannte Methode zur Anregung der Muskelwandpumpe griffnah gelegener Lymphsammelgefäße und der Forcierung der Lymphbildung, die auf das Pferd übertragen wurde und nun schon seit Jahren erfolgreich auch in der Veterinärmedizin angewandt wird.

Bei uns wird nach dem System von Prof. Dr. D. Berens von Rautenfeld gearbeitet, der seit 1969 klinisch orientiert lymphologische Fragestellungen in der Veterinärmedizin bearbeitet und mit seiner Arbeitsgruppe an der Tierärztlichen Hochschule und der Medizinischen Hochschule Hannover viele wissenschaftliche Forschungsreihen und Veröffentlichungen zu dem Thema hervorgebracht hat.

Bei welchen Erkrankungen wird die MLD angewandt?

Bei der chronischen Phlegmone („Elefantiasis, Elefantenbein“) kommt die Manuelle Lymphdrainage/Komplexe Physikalische Entstauungstherapie am häufigsten zum Einsatz. Auch bei Bauchwandödemen nach Kolik-Operationen und Sehnenverletzungen hat sie sich sehr bewährt.

Weitere Erkrankungen, wo die Manuelle Lymphdrainage eingesetzt werden kann:

Posttraumatische bzw. postoperative Umfangsvermehrungen, Förderung der Wundheilung, Ödem der äußeren Geschlechtsorgane, Petechialfieber (Morbus maculosus), Schwellungen der Sehnenscheiden, Gelenke und Schleimbeutel, venöse Stauungsödeme, Inaktivitätsödeme (angelaufene Beine), Kreuzverschlag (Lumbago), subakutes und akutes Stadium der Rehe, bei angeborenen erblichen Lymphödemformen, präventiv bei Sportpferden, die unter dauernder hoher Belastung des Bewegungsapparates stehen.

Begleitend zum Training und auf, bzw nach Wettkämpfen, kann durch Manuelle Lymphdrainage der Rücktransport von Plasmaproteinen angeregt werden, die bei vermindertem Abtransport zu Verhärtungen und Lymphstau führen können. Dadurch sind eine schnellere Regeneration und das Vorbeugen von Verletzungen gewährleistet.

Zur Behandlung des Lymphödems sowie anderer Erkrankungen des Lymphdrainagesystems wird die Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE) angewendet, die neben der Manuellen Lymphdrainage noch weitere Therapiemaßnahmen, wie eine Kompressionstherapie mit lymphologischen Verbänden bzw. Kompressionsstrümpfen, Hautpflege und Bewegungstherapie mit einbezieht.

Bei Erkrankungen der Sehnen werden mittels MLD/KPE in Kombination mit der Ruhigstellung des Patienten besonders gute Therapieerfolge erzielt. Bereits nach kurzer Zeit zeigen sich ultrasonographisch gute Behandlungserfolge. Durch die Drainagegriffe am Bein wird die Faserheilung im Narbengewebe zu einer Festigung der Fasern nach dem physiologischen Faserverlauf angeregt, dadurch wird die Bildung stabileren Narbengewebes bewirkt.

Außerdem empfinden viele Pferde die Manuelle Lymphdrainage als sehr entspannend, da sie einer Massage gleicht und das allgemeine Wohlbefinden des Pferdes steigert.